6. Februar, 19.30 - 21.30 Uhr, Frankfurt

„ZEITLOSE ERFAHRUNG“ 

LAURA PERLS‘ UNVERÖFFENTLICHTE NOTIZBÜCHER UND LITERARISCHE TEXTE 1946-1985

Herausgeberin Dr. Nancy Amendt-Lyon aus Wien / New York

 

Die vormalige Psychoanalytikerin Dr. Laura (Lore) Perls, geborene Posner, war zusammen mit ihrem Mann Dr. Friedrich (Fritz) Perls et al Mitbegründerin der Gestaltpsychotherapie. Sie kam 1905 als erstes Kind einer bürgerlich-jüdischen Familie in Pforzheim zur Welt; ihr Vater war erfolgreicher Schmuckfabrikant. Sie studierte in Frankfurt am Main Psychologie bei Adhémar Gelb (Promotion 1931 und goldene Promotion 1981), Physiologie bei Albrecht Bethe,  Philosophie bei Martin Buber und Paul Tillich und durchlief gleichzeitig eine psychoanalytische Ausbildung bei Clara Happel und Karl Landauer. Laura Perls floh mit ihrem Mann und der kleinen Tochter Renate 1933 vor dem Nationalsozialismus zuerst nach Amsterdam, dann mit Unterstützung von Ernest Jones weiter nach Johannesburg, wo das Ehepaar Perls am ersten südafrikanische Institut für Psychoanalyse mitwirkten. 1947 emigrierte die Familie in die USA, wo Laura bis kurz vor ihrem Tod noch in der Ausbildung von Gestaltpsychotherapeuten arbeitete. Sie starb 1990 in Pforzheim und liegt im Familiengrab der Posners auf dem jüdischen Friedhof.

Laura Perls lieferte wesentliche Beiträge zu den Publikationen ihres Mannes Fritz Perls, aber unter eigenem Namen hat sie nur wenig veröffentlicht. Nun werden Notizbücher, Briefe, Gedichte, Übersetzungen, Kurzgeschichten und Entwürfe für Vorträge und Publikationen in ausführlich kommentierter Form der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Zeitlose Erfahrung“ bietet nicht nur wichtige Hintergrundinformationen über das Leben von Laura Perls und über die Entstehung der Gestaltpsychotherapie, sondern auch Einblick in die kulturellen, politischen, und philosophischen Einflüsse auf Laura Perls‘ Werk. Es sind Schriftsteller, Philosophen, Psychologen, Psychoanalytiker, Freunde aus Deutschland, Künstler und Pädagogen, die sie nicht nur als Gestaltpsychologin und Psychoanalytikerin beeinflusst haben, sondern auch als Schriftstellerin. Am Ende des Buches wird das Originalinterview, das Daniel Rosenblatt 1972 mit Laura geführt hat, auf Englisch erscheinen. Das Buch ist eine Schatztruhe für alle, die sich für die Geschichte der Psychologie und Psychotherapie interessieren.

 

 

Frau Dr. Nancy Amendt-Lyon wird an diesem Abend ausgewählte Auszüge aus dem o.g. Buch vorlesen und so eine unbekannte Seite von Dr. Laura Perls  aus dem Schatten ans Licht bringen.

 

In Zusammenarbeit mit: Gestalt Institut Frankfurt e. V.  u. Monika Rosenkranz (FPI-Regionalinstitut FFM)

 

Veranstaltungsort:                              Diakonissenhaus / Tagungsräume,  Cronstettenstr. 57- 61,   60322  Frankfurt

Unkostenbeitrag:                                5  € als freiwillige Spende / Beitrag für die Raumkosten

Anmeldeinfos- und -bedingungen:      Da Dr. Amendt-Lyon eigens für diesen Vortrag nach Frankfurt anreist und wir für diesen Zweck extra  einen Raum anmieten, bitten wir Sie, sich zu diesem Vortrag verbindlich anzumelden bei GENI Institute e.V.,Oberweg 54, 60318 Frankfurt und bei Verhinderung sich auch wieder persönlich abzumelden, damit wir bezüglich der Raumgröße / Personenanzahl disponieren können. Bei Abmeldung bis zum 30.01.2018  wird der Unkostenbeitrag wieder zurückerstattet, danach wird er als Spende an GENI verbucht.

Die Lesung findet in deutscher Sprache statt!